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Utopien leben?

Gesellschaftliche Gegenentwürfe zwischen Festivals und Alltag

utopien leben?

Herausforderungen in Politik, Gesellschaft und Kultur – akute Umweltprobleme, Wirtschaftskrisen, Integrationsprobleme und mehr – fördern oftmals Pragmatismus, von dem sich schnelle Lösungen erhofft werden. Kennt das 21. Jahrhundert keine utopischen Zukunftsentwürfe mehr? Ein Blick auf die deutsche Festivallandschaft suggeriert ein fragend intoniertes „doch“: Das „Festival der Utopie“, das „Denkwiesenfestival“ oder das „Utopival“ sind Beispiele für jene Festivals, deren programmatische Schwerpunkte Zivilisationskritik und dazugehörige Gegenentwürfe sind.

Glaubt man den Internetauftritten der Festivals, lebt die Utopie: Doch was bedeutet „Utopie“ für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Festivals? Heißt: Wie wird „Utopie“ während der Festivals sozial und kulturell gedeutet, verhandelt und hergestellt? Und: Überdauern potentielle Gegenentwürfe und Alternativen die Festivaltage? Diesen und weiteren Fragen soll im Rahmen des geplanten Dissertationsprojekts u.a. in Form von teilnehmender Beobachtung auf einschlägigen Festivals nachgegangen werden.

Das Dissertationsvorhaben lässt sich im Schnittfeld von Populärkulturforschung und ökonomischer Anthropologie verorten. Die Untersuchung gegenwärtiger Utopie-Vorstellungen und die damit einhergehende Frage, ob und inwieweit „utopische“ Gegenentwürfe und Alternativen zur Lösung von sozialen, ökonomischen und politischen Problemen beitragen können, kann neben fachspezifischer auch von gesellschaftlicher Relevanz sein.

Ina Kuhn

 

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