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Umbenennung des Instituts

Neuer Name für moderne Forschung

Das Institut für Volkskunde hat sich in „Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie“ umbenannt


Frischer Wind in der Maximilianstraße 15: Zum Wintersemester 2016/17 hat sich das 1967 an der Universität Freiburg gegründete Institut für Volkskunde in „Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie“ umbenannt. Der neue Name läutet nicht nur das kommende 50. Jubiläum ein, sondern steht auch für die Modernisierung des Fachs und ein neues Institutsprofil. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möchten in Zukunft Themen wie populäre Kultur, Raum, Migration und Mobilität sowie ökonomisches Handeln stärker in den Blick nehmen, was sich auch in der Lehre niederschlagen wird. Zudem soll in den nächsten Jahren eine Professur wiederbesetzt werden, die sich mit materieller und politischer Kultur sowie mit Fragen der Europäisierung beschäftigt. „Damit wollen wir die kulturanthropologische Forschung noch weiter für die interdisziplinäre Zusammenarbeit fit machen“, sagt Prof. Dr. Markus Tauschek, Direktor des Instituts. „Gerade durch ihr Interesse für Alltagskultur kann die Kulturanthropologie häufig eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Fächern wie Soziologie, Geschichte oder Politikwissenschaft einnehmen.“ 


In Deutschland entwickelte sich die Volkskunde schon in den 1960er Jahren von einer einst national gedachten Disziplin zu einer ethnografisch arbeitenden und historisch argumentierenden Kulturwissenschaft mit Fokus auf Kultur in Europa. Viele deutschsprachige Institute haben sich in der Folge umbenannt – so etwa in Tübingen, Frankfurt am Main oder in Göttingen. Es ist der Ausrichtung ihrer jeweiligen Standorte geschuldet, dass sie sich entweder in „Europäische Ethnologie“, „Empirische Kulturwissenschaft“ oder in „Kulturanthropologie“ umbenannten. Jedoch eint sie alle das Interesse für Alltag und Lebenswelt, für populäre Kultur sowie für die Art und Weise, wie Menschen miteinander interagieren und wie sie über sich und die Welt nachdenken.

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Im Zuge der Modernisierung arbeitet das Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie eng mit dem Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität sowie auf der Ebene der Lehre mit den Freiburger Studiengängen „Interdisziplinäre Anthropologie“ und „Global Urban Health“ zusammen. „Mit der stadtanthropologischen Perspektive des Instituts, mit Kooperationen mit Museen in Freiburg und in Baden-Württemberg sowie mit dem universitären Weiterbildungsangebot ‚museOn‘ wollen wir uns außerdem aktiv an der Gestaltung des Freiburger Stadtjubiläums im Jahr 2020 beteiligen“, berichtet Tauschek. Von all diesen Kooperationen profitierten insbesondere die Studierenden in zwei ebenfalls modernisierten kulturwissenschaftlichen Studiengängen mit einem besonderen Schwerpunkt in der forschungs- und projektorientierten Lehre.

[= Presseinformation der Albert-Ludwigs-Universität | Freiburg, 08.11.2016 sowie Fotos der Feier zur Umbenennung]

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